Plakat der Kampagne „Kein Raum für häusliche Gewalt“ mit dem Zitat „Seine Liebe tut weh“ und Hinweisen auf Hilfsangebote, platziert auf einer Werbefläche im öffentlichen Raum.

Gefahr hinter verschlossenen Türen

Häusliche Gewalt ist vielschichtig und bleibt oft lange verborgen. Unsere FAQs erklären, wie Gewalt erkannt werden kann, welche Formen sie umfasst und welche Schritte Betroffene, Nachbar*innen und Vermietende gehen können. Zusätzlich geben wir Tipps, wie Sie sicher Hilfe leisten können, ohne sich selbst zu gefährden. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass Gewalt nicht länger im Verborgenen bleibt.

Unsere FAQs

  • Was versteht man unter häuslicher Gewalt?

  • Welche Formen von Gewalt gibt es?

  • Woran erkannt man häusliche Gewalt?

  • Was können Vermietende und Wohnungsunternehmen tun?

  • Warum verlassen Betroffene nicht einfach die gewalttätige Beziehung?

  • Können auch Männer Opfer häuslicher Gewalt sein?

  • Gibt es Unterstützung auch für Täter?

  • Was kann ich tun, wenn ich unsicher bin, ob jemand in Gefahr ist?

32.545

Fälle von häuslicher Gewalt in Niedersachsen 2024

Nur 0,5 %

der aufgeführten Taten wurden durch die befragten Personen bei der Polizei angezeigt.

Berührungspunkte mit häuslicher Gewalt

Häusliche Gewalt kann in jedem Haushalt vorkommen, unabhängig von Einkommen, Herkunft oder sozialem Status. Sie bleibt oft verborgen, zeigt sich aber an vielen Stellen im Wohnumfeld. Wohnungsunternehmen, Nachbarschaften und Beratungsstellen können gemeinsam dazu beitragen, Betroffene zu schützen und Gewalt frühzeitig zu erkennen.

Bystander

Nachbar*innen erleben häufig Hinweise auf Konflikte, ohne sicher zu wissen, wie sie reagieren sollen. Ihr hinsehen, Einordnen und gegebenenfalls Hilfeholen kann entscheidend sein, denn häusliche Gewalt findet in allen sozialen Schichten statt und wird oft erst durch aufmerksame Dritte sichtbar.

FEHLT

Täter

Täter üben Macht und Kontrolle aus – unabhängig von sozialem Hintergrund oder wirtschaftliche Lage. Durch Beratung und Intervention können gewaltvolle Muster erkannt und verändert werden, um Gefahr für andere zu beenden.

FEHLT

Betroffene

Betroffene erleben körperliche, psychische, sexualisierte oder ökonomische Gewalt im eigenen Zuhause – häufig über längere Zeit und unabhängig von ihrem sozialen Umfeld. Unterstützung, Schutz und vertrauliche Beratungsangebote helfen ihnen, Wege aus der Gewalt zu finden.

FEHLT

Gemeinsam gegen häusliche Gewalt

Gemeinsam mit starken Partnern aus Prävention, Beratung und Wohnungswirtschaft setzen wir ein klares Zeichen gegen häusliche Gewalt. Die beteiligten Organisationen zeigen, warum Engagement im direkten Wohnumfeld so wichtig ist.

Corinna Wiegmann

Fachberaterin für Frauen und Mädchen in Bruchhausen-Vilsen

Häusliche Gewalt ist kein individuelles Problem, sondern in unserer patriarchal geprägten Gesellschaft ein strukturell begründetes Phänomen. Mit dieser Kampagne direkt am Lebensort der Menschen und durch Einbeziehen der Nachbarschaft bieten wir Hilfen dort an, wo sie gebraucht werden. Die große Bereitschaft zur Kooperation stimmt mich sehr zuversichtlich. Hier gelingt ein großer Beitrag für ein gewaltfreieres Leben und wir schaffen ein starkes Hilfenetz insbesondere zum Schutz für Frauen und Kinder.

FEHLT

Dr. Susanne Schmitt

Verbandsdirektorin des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen e.V.

Mit der Kampagne zeigen der vdw und seine Mitgliedsunternehmen eine klare Haltung gegen häusliche Gewalt. Wir werden hinschauen und nicht wegschauen. Unsere Botschaft lautet: Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft bietet keinen Raum für häusliche Gewalt! Ich wünsche mir sehr, dass wir mit unserer Kampagne die Zahl der Delikte deutlich eindämmen können, dass Täter bestraft und abgeschreckt werden, dass Hausgemeinschaften sich schützend vor die Opfer stellen und dass sich Betroffene den Beratungsstellen, der Polizei oder sogar ihren Nachbarn anvertrauen.

FEHLT

Axel Born

Mitgründer von Hunger & Koch

Diese Kampagne steht für Solidarität mit Betroffenen, für Aufklärung und für den Mut, Gewalt klar zu benennen. Wenn Kommunikation dazu beitragen kann, Räume sicherer zu machen und Menschen zu ermutigen, Hilfe zu suchen oder anzubieten, dann ist das für uns einer der wichtigsten Gründe, warum wir tun, was wir tun.

FEHLT

Susanne Wolter

Geschäftsführerin des Landespräventionsrates Niedersachsen

Mit der Kampagne „Kein Raum für häusliche Gewalt“ setzen wir ein deutliches Zeichen: Gewalt darf nirgends Platz haben – auch nicht in den eigenen vier Wänden. Als Landespräventionsrat unterstützen wir das Projekt, weil es Bewusstsein schafft, Handlungssicherheit stärkt und Betroffenen den Weg zur Hilfe erleichtert. Besonders wichtig ist mir, dass die Wohnungswirtschaft Verantwortung übernimmt und aktiv Teil der Präventionsarbeit wird. So entsteht ein Netzwerk, das Schutz, Unterstützung und Zivilcourage im direkten Lebensumfeld stärkt.

FEHLT

Lilit Baghdasaryan

Leiterin der Koordinierungsstelle Häusliche Gewalt (Landespräventionsrat Niedersachsen)

Die Kampagne steht für ein gemeinsames Handeln, klare Haltung und gelebte Kooperation. Mir ist ein zentrales Anliegen, dass alle beteiligten Akteurinnen und Akteure Hand in Hand zusammenarbeiten. Häusliche Gewalt zu erkennen, ihr entschieden entgegenzutreten und Betroffene wirksam zu schützen gelingt nur in einem starken und verlässlichen Netzwerk. Durch eine enge und abgestimmte Zusammenarbeit schaffen wir die Grundlage für wirksame Prävention, gezielte Unterstützung von Betroffenen und nachhaltige Veränderungsprozesse.

FEHLT

Wie geht es jetzt weiter?

Vermietende jetzt informieren

Motiviere dein Wohnungsunternehmen, die Kampagne zu unterstützen. Wir haben eine vorformulierte E-Mail mit konkreten Vorschlägen vorbereitet, die du direkt versenden kannst.

Mehr zur Kampagne

Erfahre, warum wir uns engagieren und welche Maßnahmen wir gemeinsam umsetzen. Auf der folgenden Seite findest du alle Hintergründe und Materialien zur Kampagne.

Kampagnenplakat „Kein Raum für häusliche Gewalt“ im öffentlichen Raum mit dem Zitat „Nicht mein Problem … oder doch?“, das zur Aufmerksamkeit und zum Hinsehen aufruft.

Sichtbarkeit schaffen

Gemeinsam können wir Wohnquartiere sicherer machen. Teilen Sie die Kampagne mit dem bereitgestellten Bild auf Social Media und helfen Sie dabei, Hilfsangebote sichtbar zu machen. Zusätzlich können Sie Ihren Vermieter mit einer vorformulierten E-Mail auf die Kampagne aufmerksam machen und zur Unterstützung ermutigen.